Reisen rund um den Jordangraben

 

Religiös, geschichtlich und auch politisch sind die beiden Seiten des Jordanflussen eine territoriale Einheit. Was aber heute eine Grenze zwischen Staaten ist, wurde von der Antike und bis in die jüngste Vergangenheit hinein als eine gemeinsame Region und natürlicher Übergang zwischen Kulturen und Menschen erlebt und verstanden.

Bei Gesher unweit von Beit Shean finden wir drei Brücken – aus römischer, aus türkischer und zuletzt aus britischer Zeit an ein und demselben Ort. Hier sind Menschen seit biblischen Zeiten von der einen Jordanseite auf die andere gewechselt. Und 'Qasr-el-Yahud' bei Jericho bedeutet „Judenfurt“ und ist der Ort, wo nach alter Tradition die Kinder Israels vom Ostjordanufer in das Gelobte Land gelangt sind!

Beit Shean, Jerash, Pela – sie sind alle Teile des antiken Städtebundes auf den beiden Seiten des Jordanflusses.

Das landschaftliche, kulturhistorische wie religiöse Erbe der Region um den Jordangraben ist unerschöpflich – der See Genezareth, Jericho, Jerusalem, Bethlehem, Hebron, Totes Meer, Massada, Arava Senke, Rotes Meer, Petra, Shoubak, Dana, Machärus, Madaba, Jerash und Adjlun sind nur wenige Namen und Orte, die sich mit dem Jordangraben vebinden.

Und trotz weiterhin bestehender politischer Differenzen zeigen uns Absprachen über Wasser und Böden, daß unter den Völkern der Region ein praktisches Grundverständnis dafür gewachsen ist, daß überregionale Themen nur grenzübergreifend zu lösen sind – gemeinsam in die Zukunft!

1.jpg 2.jpg 4.jpg amman.jpg

design by adraba (C) 2011 SKtours in nature